WEIDENER FILMGESPRÄCHE

Weidener Filmgespräche

Im Neue-Welt-Kinocenter in Weiden zeigen wir in der Regel jeweils am letzten Mittwoch der ungeraden Monate einen Film, der zur Auseinandersetzung mit einem konkreten Thema anregt.
Deshalb trifft man sich nach dem Film im Foyer des Kinos zum Nachgespräch.
Ein bis zwei kompetente Referenten bzw. Gesprächspartner, manchmal sogar mehr, sind immer dazu eingeladen.
„Der neue Tag“ berichtet (pdf) regelmäßig über diese Filmgespräche, die in ökumenischer Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungswerk Weiden organisiert werden.

Mi 29.02.12, 19:30 Uhr

Weiden, Neue Welt - Kinocenter, Fichtestr. 6

"Der Dieb des Lichts" (F, KIR, D, NL 2010)

Ein kleines Dorf in den Weiten Kirgisistans liebt einen Mann - den örtlichen Elektriker Svet-Ake, den man überall nur den »Herrn Licht« nennt. Der vierfache Vater hat ein offenes Ohr - für den Herzschmerz der Dorfbewohner und vor allem für ihre Stromrechnung. Und das ist gut so, denn die Stromkosten in dem kleinen Dorf klettern in astronomische Höhen. Kaum kann sich noch jemand das Licht im Dunkel leisten. So lässt Svet-Ake die Stromzähler der Nachbarn auch schon mal rückwärts laufen - bis er mit dem Gesetz in Konflikt gerät und seinen Elektriker-Posten verliert. Doch Herr Licht hält fest an einer kühnen Vision, die das Dorf für zukünftige Generationen lebenswert machen soll: einen riesigen Windpark will er bauen. Doch die Unabhängigkeit hat ihren Preis. Um den Windpark realisieren zu können, muss sich Svet-Ake mit dem neuen Bürgermeister arrangieren, der mit einem windigen Investor unter einer Decke steckt und dem es mehr um das eigene Wohl geht. Ablauf: Hinführung - Film - Diskussion

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Mi 28.03.12, 19:30 Uhr

Weiden, Neue Welt - Kinocenter, Fichtestr. 6

"Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen" (D 2009)

In der Grabeskirche in Jerusalem leben sechs christliche Konfessionen Tür an Tür unter einem Dach und jeder gehört ein kleines Stückchen, das gegen die "Andersgläubigen" verteidigt werden muss. Griechisch-orthodoxe Christen, römisch-lateinische Franziskaner, syrische Christen, armenische Christen, äthiopische Abesinier und ägyptische Kopten; und eine muslimische Familie verwaltet den Schlüssel. Zwar haben sich alle prinzipiell darauf verständigt, ihre Messen so zu legen, dass die Zeremonien der anderen nicht gestört werden. Doch immer geht das nicht. Und so mutet dieser heilige Ort zu manchen Zeiten wie eine babylonische Sprachverwirrung an: Alle zelebrieren ihre Messen in ihren Muttersprachen, parallel dazu begleiten die Franziskaner ihre Zeremonie mit Orgelmusik und von den Orthodoxen vernimmt man byzantinische Gesänge. Zu hohen Festtagen kommt es manchmal zu absurden Schlachten religiöser Leidenschaft, die Prozessionen geraten sich gegenseitig in die Quere und Gläubige aus aller...

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Mi 30.05.12, 19:30 Uhr

Weiden, Neue Welt - Kinocenter, Fichtestr. 6

"Habemus Papam" (F,I 2011)

Die Kirchenglocken läuten, weißer Rauch steigt in den Himmel und Abertausende auf dem Platz vor dem Petersdom harren in froher Erwartung. Doch Kardinal Melville ereilt Panik. Man hat ihn zum Papst gewählt. Was soll er bloß tun? Er kann sich der Welt nicht zeigen - und tut es auch nicht. Schon bald ist die ganze Welt in Sorge, während der Vatikan verzweifelt nach Lösungen sucht. Wie der Papst selbst auch, nur eben auf seine Art: Er ergreift die Flucht ... Mit einem großartig sanften Michel Piccoli, dessen Kardinal Melville ebenso viel Verletzlichkeit wie Würde ausstrahlt, zeigt Regisseur Nanni Moretti uns in einem berührenden und zärtlichen, nachdenklichen und zugleich ironisch komischen Film das Oberhaupt der katholischen Kirche vor allem von der menschlichen Seite. Sein Papst, der keiner sein will, führt vor, wie viel Kraft und Mut es kostet, einer großen Aufgabe mit Demut und Zweifeln anstatt mit nach Macht ringendem Pragmatismus zu begegnen. Ablauf: Hinführung - Film - Diskussion

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