"Böhmisches. Allzu Böhmisches?"

Literarisches Café und Autorengespräch - Verwischte Lebensbilder im Südwesten

In dem Buch der Autorin geht es um Schicksale von Menschen, die eine Heimat hatten, die sie sich mit einer anderen Nation teilten, und ihre Heimat verloren - und sie woanders suchen mussten und vielleicht auch fanden. Sie waren Deutsche - lebten aber weder in Deutschland, noch in der Schweiz oder in Österreich - zumindest nicht dem Österreich, wie wir es heute kennen. Sie waren in Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien daheim, der damaligen Tschechoslowakei, dem heutigen Tschechien... Sie erlebten eine glückliche Kindheit zwischen zwei Sprachen und Kulturen... Wie erinnern sie sich an diese Zeit? Kann so ein festgehaltenes Lebensbild zur spannenden Lektüre werden? Sich von etwas berühren lassen - vielleicht heutzutage eine kleine Kunst - ist womöglich das, was die Welt von Heute am meisten braucht, um wieder allmählich weicher zu werden... Lassen Sie sich berühren von den nicht ganz einfachen, spannenden Lebensschicksalen, aus den man vielleicht auch für unsere Zeit mehr lernen kann, als man meinen würde, von den verwischten Lebensbildern von Menschen, die in einer Umbruch- und Aufbruchzeit lebten..

Katerina Kovacková (1981), bekennende Westböhmin und Germanistin. Zwischen süddeutschem Raum und Böhmen oszilierend, setzt sie sich mit der gemeinsamen deutsch-tschechischen Kulturgeschichte auseinander und dem Mit-, Neben- und Gegeneinander einst und heute durch Prisma der Literatur. Die Verwischten Lebensbilder seien keine Lebensberichte, sondern als Zeitzeugengeschichten ein Stück Literatur.

Datum: Fr 13.04.18, 15:00 - 17:00 Uhr

Ort: Café Mitte, Am Stockerhutpark 1, 92637 Weiden

Gebühr: 3,- €

Referentin:

Katerina Kovacková

Veranstalter: Ackermanngemeinde, KEB, vhs Weiden, Café Mitte

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