"Auf der Suche nach dem letzten Juden in meiner Familie" (G, A 2013)

Weidener Filmgespräche

Dass sein Großvater 1942 in Buchenwald ermordet wurde, erfuhr Peter Haas als Kind, jedoch nicht von seinem Vater, der meistens schwieg und der sich bis heute an fast nichts erinnern kann.In seiner Familie gab es keine Familienfeste, keine Goldene Hochzeit, keine Einladung zum 80. Geburtstag. Ihn hat der jüdische Großvater jedoch nie wieder in Ruhe gelassen, und so hat er sich auf die Suche gemacht, nach dem letzten Juden in seiner Familie.
In Archiven haben Haas und seine Partnerin Silvia Holzinger das Leben des Großvaters vor 1933 rekonstruiert. Peter Haas wollte, dass auch seine Cousinen und Cousins diesen Großvater anders kennenlernen und hat versucht, ihn in die Familie zurückzuholen. Dafür hat er seine Generation - alle sind zwischen 40 und 50 - aufgesucht und vor die Kamera gebeten, zehn verstreut lebende Enkel*innen.
Eine weitverzweigte deutsche Familie entdeckt eigene, jüdische Wurzeln und unternimmt ein familien-therapeuthisches Großexperiment. Deutsch-jüdische Familienaufstellung der 2. und 3. Generation. Der dabei entstandene Film dokumentiert scheinbar unvereinbare Positionen, die das Monströse erahnen lassen, welches bis heute wirkt.
Die Filmemacher sind selbst anwesend.

Referenten:

Silvia Holzinger, M.A., Filmemacherin, Autorin

Peter Haas, Filmemacher, Autor, IT-Berater

Datum Mi 07.11.2018, 19:30 Uhr
Ort Kulturzentrum Hans Bauer, Schulgasse 3A, 92637 Weiden
Gebühr 5,- €
Veranstalter KEB, Gesellsch. f. Christ. Jüd. Zusammenarbeit, EBW

Zur Homepage der Filmemacher (mit Filmtrailer etc.)

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