Syrien und Libanon - Pater Sami Hallak berichtet vom Jesuit Refugee Service JRS in Aleppo

"Gib Frieden!" - Jesuit kommt aus Aleppo als Misereor-Gast

Vortrag

Im Libanon geht es JRS darum, zukünftige Konflikte zu vermeiden. In Syrien hingegen ist die Situation eine andere, hier leiden die Menschen sehr unter dem Krieg und seinen Folgen. In den sozialen Brennpunkten von Damaskus und Aleppo sowie Kafroun (bei Homs) nimmt sich JRS derer an, die keinerlei Perspektiven mehr haben, um Binnenvertriebene und Rückkehrer. Wer zurückkehrt, "entscheidet sich dafür, nicht in der Fremde zu sterben", so drückt die Assistentin der Regionalleitung Anne Ziegler das Gefühl der Hoffnungslosigkeit aus. Sie brauchen ein Licht am Ende des Tunnels. In Damaskus und Aleppo bietet JRS an-gesichts des zusammengebrochenen Gesundheitssystems Basisgesundheitsdienste. Der Schwerpunkt aller drei Standorte sind Bildung und soziale Fürsorge. Psychosoziale Unterstützung ist ein zentrales Element der Arbeit.
Darauf kann die Friedensarbeit aufbauen.
Die Gemeindezentren von JRS heißen auch Integrationszentren", denn hier werden Menschen unterschiedlicher Religionen, Konfessionen und sozialer Herkunft zusammengebracht. Mit der Methode des "Storytelling" begegnen sie sich und erzählen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Auf diese Weise sollen sie wegkommen von der Sichtweise: "Wir sind Feinde" - hin zu einer gemeinsamen Perspektive: "Wir haben das Gleiche erlebt". Vor allem für Kinder sind Bildungsangebote wichtig, denn die allermeisten gehen nicht mehr zum Unterricht, weil Schulen bombardiert wurden und werden und die Kinder und Lehrer unter schweren traumatischen Belastungsstörungen leiden. Sie werden mit Grundbildung, psychosozialer Begleitung und kreativen oder kulturellen Aktivitäten aufgefangen. So mindert JRS eine Verlorene Generation und wirkt als Wegbereiter für Perspektiven des Miteinanders in Syrien. (Text Misereor)

Referent:

Pater Sami Hallak

Datum So 22.03.2020, 17:00 Uhr
Ort Dorftreff Albersrieth (Richtung Dorfkirche), 92727 Waldthurn
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