AutorInnengespräch
Johannes Nepomuk gilt als ein besonderer Heiliger. Viele kennen ihn als Patron des Beichtgeheimnisses. Seine Statuen stehen häufig auf Brücken, aus dem Glauben heraus, dass er Reisende und Flüsse schützt. Besonders bekannt ist seine Statue auf der Karlsbrücke in Prag. In Mitteleuropa - Tschechien, im katholischen Bayern, Österreich und Südtirol - gehört er zu den am weitesten verbreiteten Volksheiligen. Oft gehen wir achtlos an ihm vorbei. Seine Statuen sind aber nicht nur Dekoration, sondern tragen eine Geschichte mit Bedeutung mit sich. Sie zeigen, wie tief verwurzelt der Heilige im Alltag und im Glauben der Menschen war und ist. Der Blick auf Johannes Nepomuk eröffnet spannende Perspektiven.
Und der "Hund im Kreuzweg"? Kaum bekannt ist der deutsch-böhmische Maler des "Hundes im Kreuzweg", aus Nordböhmen stammend. Nachdem er 1819 mit zwei Bildern auf einer Kunstausstellung in Prag großes Aufsehen erregt hatte, erhielt er vom Besitzer der Herrschaft Kratzau, Graf Christian Christoph Clam-Gallas, ein Stipendium für die Kunstakademie Prag. Kaiser Franz Joseph I. erhob den Maler 1861 in den erblichen Ritterstand. In Insiderkreisen sind besonders seine Kreuzwege bekannt, die auch unsere Region berühren.
Referent:
Rainer Christoph, Rektor a. D., Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland und zahlreicher Auszeichnungen
| Veranstaltungsnr. | 6-30383 |
| Datum | Di 08.09.2026, 19:30 Uhr |
| Ort | Kirche "St. Johann Nepomuk", Kirchenstraße, 92637 Weiden-Letzau |
| Gebühr | kostenlos |
| Hinweis: | Es können Bücher vom Referenten erworben werden. |
| Veranstalter | KEB & PGR Letzau |