AutorInnengespräch
Worum es geht:
Als das Buch 1986 zum ersten Mal erschien, lebte Broder in Jerusalem und schrieb seine Texte noch auf einer mechanischen Schreibmaschine. Anlass war ein Skandal am Frankfurter Schauspielhaus – und Broders These, die damals viele empörte: Antisemitismus gibt es nicht nur bei den Rechten, sondern auch bei den Linken, bei Gebildeten und bei Menschen, die sich für die Guten halten. Heute, so Broder, tritt Antisemitismus oft unter anderem Namen auf: als „Israelkritik“ oder als „Antizionismus“.
Für die Neuauflage hat Broder ein neues, ausführliches Vorwort geschrieben, geprägt vom 7. Oktober 2023 und seinen Folgen. 1986 hatte er noch vorsichtig gefragt: „Könnte es sein, dass die letzte Endlösung nur die vorletzte war?“ Heute, schreibt er, würde er daraus keine Frage mehr machen.
Unbequem – auch für uns
Broder ist bekannt für seine scharfe Zunge und seinen schwarzen Humor. Er schont niemanden, auch nicht die deutsche Erinnerungskultur und die Hoffnung, Bildung allein könne vor Judenhass schützen – also auch nicht Vereine wie den unseren. Gerade darum lohnt das Gespräch mit ihm: Wir laden Sie herzlich ein, zuzuhören, nachzufragen und mitzudiskutieren.
Zum Autor:
Henryk M. Broder, 1946 in Kattowitz geboren, kam 1958 mit seinen Eltern nach Deutschland. Er schrieb unter anderem für den Spiegel und Die Welt, ist Mitgründer des Blogs „Achse des Guten“ und gehört seit Jahrzehnten zu den streitbarsten Publizisten im deutschsprachigen Raum.
Im Anschluss besteht Gelegenheit, das Buch zu erwerben und signieren zu lassen.
Referent:
Henryk M. Broder, Autor
| Veranstaltungsnr. | 6-31099 |
| Datum | Do 22.10.2026, 19:00 Uhr, Einlass: 18:00 Uhr |
| Ort | Gaststätte Postkeller, Leuchtenberger Str. 66, 92637 Weiden |
| Gebühr | Eintritt frei |
| Hinweis: | GCJZ Weiden in Kooperation mit der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) |
| Veranstalter | GCJZ - Ges. f. Christl. Jüd. Zusammenarbeit, KEB |
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